Archiv für Juni 2008

The boom in teeth-whitening and capping has led to a further drain on young dentists who appear to be switching from the NHS to highly lucrative private cosmetic treatment.

Juni 30, 2008

Die Hochkonjunktur, beim dem Zahn-Weiß werden und Mit einer Kappe bedecken hat zu einen weiteren Abfluss auf jungen Zahnärzten geführt, die scheinen, vom NHS zur in hohem Grade lukrativen privaten kosmetischen Behandlung zu schalten. Gordon Brown gehört zu denen, die gesagt werden, um ihr Lächeln zu haben, das vom Zahn-weiß werdenen Fachmann verbessert wird, aber das Wachstum im Geschäft könnte den Mangel an Verwendbarkeit der NHS Zahnärzte verbittern. Abbildungen produzierten aus der NHS Informationszentrale zeigten, dass Zahnärzte unter 35 Jahren alt in 2000-01 65 Prozent ihres Einkommens vom NHS aber, bis zum 2005-6 erwarben, dass gehabt fast halbiert zu 6 Prozenten.

Das vergleicht mit Zahnärzten in den älteren Altersklassen, die eine viel kleinere Änderung gesehen haben. Zahnärzte alterten 55 und älteres empfangen 58 Prozent ihres Einkommens vom NHS 2000-1, aber um 2005-6 war der Anteil vom NHS zu 47 Prozenten gesunken. Eine Anmerkung der Vorsicht wurde durch den zahnmedizinischen Beruf hinzugefügt, der sagte, dass die Studie eine kleine Probe war, aber sie Furcht verstärkt, der ein neuer Vertrag für Zahnärzte den Exodus der Zahnärzte von der NHS Sorgfalt hat aufheben nicht gekonnt. Ann, der, der Gesundheitsminister verantwortlich ist für Zahnheilkunde scharf ist, wird heute morgen über die Abbildungen an einem Hören von den auserwählten Ausschuss der Common für Gesundheit gefragt, die eine Untersuchung in den Mangel an NHS Zahnärzte durchführt. Dr. Howard Stoate, ein GP und der Arbeitsvorsitzende von all-party Common-Grundversorgungausschuß, sagte: “ Wenn es [dass] eine große Zahl schält zur privaten Sorgfalt zutreffend ist, würde es sich sorgen. Die Grundversorgungkonzerne vertreten die Ansicht, dass es genügende Zahnärzte gibt, die vorwärts kommen, weil es scheint, dass sie sind, einen zahnmedizinischen Service anzubieten, der scheint, als before.“ besser zu sein; Junge Zahnärzte, die von der Tendenz zur kosmetischeren Behandlung profitieren, schließen Ben Atkins, 32 mit ein, der seine eigene neun Zahnarzt der felsige Weg-zahnmedizinische Praxis aufgebaut hat. Die Praxis erwirbt 80 Prozent seines Einkommens von den NHS Patienten, aber Herr Atkins sagt “ Patienten üben immer mehr choice“ aus. Er sagte, Patienten vorbereitet wurden, für die Extradienstleistungen zu zahlen und Zeit, die sie durch private Beratungen erhalten können, die bedeuteten, dass sie aus dem NHS heraus entschieden. “ Lose Leute wünschen kosmetische Zahnheilkunde und das ist ihr Recht, “ er sagte. “ Viele Patienten sagen, dass sie nicht die silbernen Füllungen wünschen und vorbereitet werden, für weißes fillings.“ zu zahlen; Aber Herr Atkins verweigerte jüngere Zahnärzte drehen absichtlich ihre Rückseiten auf dem NHS. Er glaubt, dass jüngere Zahnärzte noch NHS Arbeit erledigen möchten, aber häufig durch einen Mangel an Gelegenheiten gegenübergestellt werden. Regierung stellt dar, dass letzter Monat zeigte, dass mehr als 500.000 wenige Patienten in der Vergangenheit zwei Jahre gesehen wurden, verglichen mit den 24 Monaten vor der Einleitung eines neuen Vertrages 2006. Die neuen Statistiken wurden als Beweis auftauchten veröffentlicht, dass Beanstandungen über NHS zahnmedizinische Behandlung im Zunehmen sind. Eine Übersicht der Grundversorgungkonzerne für die Patienten-Vereinigung fand weit verbreitete Probleme nach der Einleitung eines neuen zahnmedizinischen Vertrages 2006. Sie schickte den Vorsitzenden und den zahnmedizinischen Beauftragten von 150 PCTs in England Fragebögen, und 112 antworteten. Der Report – der neue zahnmedizinische Vertrag: Voll von den Löchern und von den verursachen Schmerz? – gefundene Probleme mit Finanzierung, Verhinderungarbeit und Patientenerfahrungen. Sie sagte: “ PCTs beschweren sich dort ist ein weit verbreiteter Mangel an Kapitaln für Orthodontie und andere Fachmannbehandlungen und zitiert diesen Finanzierungsabstand als der Grund für die Implementierung nicht des optimalen Verfahrens. Es gibt wachsendes Interesse für die vorbeugende Rolle von Zahnheilkunde in der Abfragung der Mundgesundheit disease.“ Der Report fand, dass Beanstandungen gestiegen waren, mit mehr als die Hälfte von PCTs eine Zunahme der Zahl Beanstandungen zulassend. Von diesen waren 60 Prozent über Gebühren, 37.6 Prozent über Zugang und 28.2 Prozent direkt über Orthodontie. Peter-Bezirk, Hauptgeschäftsführer des BKA, sagte: “ Der neue zahnmedizinische Vertrag begrenzt die Menge von NHS Zahnheilkunde, die Grundversorgungkonzerne in Auftrag geben können. Das Resultat ist, dass einige Zahnärzte, die NHS Sorgfalt zur Verfügung stellen möchten, nicht imstande sind, so zu tun und dass Millionen Leute, die auf NHS Sorgfalt zurückgreifen möchten, nicht. “ können; GPs werden auch heute erwartet, Änderungen an ihrem neuen Vertrag widerstrebend zu stützen, der ihrer Praxis ein Extra1.5 Prozent für längere Öffnungszeiten nachts und an den Wochenenden zahlt. Die Resultate des Stimmzettels werden durch das BMA verkündet, das letzte Woche sagte, dass es diese Wahl unterstützte. Eine Arbeits-Wartungstafel sagte, dass GPs “ wählten; das wenige schlechteste option“. Unabhängige Zeitungen Großbritannien des copyright-c 2008 begrenzt. Alle Rechte besessen oder vom Unabhängigen bearbeitet. Zur Verfügung gestellt von ProQuest Information und Learning Company. Alle Rechte vorbehalten.

PKV will Einheitsversicherung mit Zusatzgeschäften anbieten

Juni 17, 2008

Merkel prophezeit beim 125-jährigen GKV-Jubiläum höhere Beiträge – Privat-Vollversicherung für umfassende Grundsicherung abschaffen – Streit um Zukunftspapier so die dzw

Die großen privaten Krankenversicherungskonzerne wollen die private Vollkrankenversicherung abschaffen und plädieren für die Einführung einer Einheitsversicherung mit Grundschutz für alle Bürger und darauf aufbauend privaten Zusatztarifen. Das geht aus einem Arbeitspapier hervor, das im Auftrag des Präsidiums des Gesamtverbands für die Versicherungswirtschaft für die Jahreshauptversammlung am 10. Juli 2008 erarbeitet worden ist. Wegen des Streits im Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) e.V. zwischen den großen Krankenversicherern und den Versicherungsvereinen sollte der zehnseitige Teil zur Krankenversicherung zurückgehalten werden. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich beim 125-jährigen Jubiläum der gesetzlichen solidarischen Krankenversicherung vergangene Woche in Berlin zu den PKV-Ideen nicht äußerte, gilt aber die Einführung des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 und der Verpflichtung der PKVen, sich für einen „Basistarif“ auf dem Niveau der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu öffnen, als Wegbereiter für die Pläne der privaten Versicherungswirtschaft in Richtung „Einheitskrankenversicherung“

Das kleinste Spital der Schweiz

Juni 14, 2008

Für die 1700 Einwohner des Val Müstair ist das renovierte Gesundheitszentrum lebenswichtig Bei Gesundheitsökonomen und Finanzpolitikern werden sich die Nackenhaare aufstellen: In einem Bündner Bergtal mit 1700 Einwohnern wurde für 17,4 Millionen Franken ein Spital renoviert – so das St. Galler Tagblatt.

Ginge es nach dem Chef der Krankenkasse Helsana, Gesundheitsökonomen oder ein paar Politikern, bräuchte es in der Schweiz nicht mehr als 50 Spitäler. Das Gesundheitszentrum im Val Müstair, mit fünf Akutbetten das kleinste Spital der Schweiz, würde mit Sicherheit nicht darunter fallen.
Roman Andri können solche düsteren Szenarien, die im Unterland regelmässig entwickelt werden, nicht mehr erschüttern. Ganz im Gegenteil. «Schauen Sie sich dieses Haus an, das ist doch einzigartig in der Schweiz», schwärmt der Mann und führt voller Stolz durch das renovierte Haus, das am vergangenen Wochenende eingeweiht wurde.
Als vor 75 Jahren im östlichsten Zipfel der Schweiz ein kleines Spital errichtet wurde, stand das Val Müstair
noch in voller Blüte. Es gab mehrere Dutzend Geburten, die Schulhäuser waren voll, und die meisten Talbewohner fanden in der Landwirtschaft und im Gewerbe ein sicheres Auskommen.
Da war es keine Frage, ob der Staat in dieser Randregion überhaupt ein Krankenhaus bauen soll. Heute grenzt es fast an ein Wunder, wenn 17,4 Millionen Franken in die Sanierung gesteckt wurden, nur damit die im Tal verbliebenen 1700 Bewohner bei Unfall, Krankheit oder Alterspflege rund um die Uhr medizinisch versorgt werden können.
Geburtszimmer und Zahnarzt
Die Erfolgsgeschichte dieses Ospidals hat einen Namen: Roman Andri. Der 59jährige ehemalige Lehrer amtet
seit 21 Jahren als Spitalverwalter und hat in den letzten Jahren alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Spital
am Dorfrand von Sta. Maria zu einem modernen Gesundheitszentrum zu machen. Mit Akutspital, Arztpraxis und Notfallabteilung, Rettungsdienst, Pflegeheim, Regionalzimmer für Geburten und einer öffentlichen Apotheke. Dazu kommen zahnärztliche Behandlungen, Physiotherapie, Kinesiologie, psychologische Beratung, Spitex und Mahlzeitendienst.
Als die Münstertaler vor ein paar Jahren beim Kanton anklopften, dort ihre Wünsche deponierten und ein paar Millionen Franken für die Sanierung ihres Spitals forderten, war die Begeisterung in Chur an einem kleinen Ort. Die Zwergspitäler in den Südtälern waren für den Kanton zu einer finanziellen Belastung geworden und widersprachen einer Gesundheitspolitik, die auf Zentralisierung und Effizienz setzte.
Spender aus dem Unterland
Um die Zukunft des kleinen Bergspitals setzte ein Seilziehen ein. Ein Leistungsauftrag wurde erarbeitet und am Ende bewilligte der Kanton 7,2 Millionen Franken für die Sanierung. Einen kleinen Teil bezahlten die sechs Talgemeinden. Über acht Millionen Franken kamen von grosszügigen Spendern. «Ohne diese Unterstützung hätten wir das Spital nie renovieren können», sagt Andri.

Nichts liess der Verwalter unversucht, um an die grossen Geldtöpfe heranzukommen. Zwei Millionen spendete allein die Schweizer Berghilfe, aber auch wohlhabende Zürcher Gemeinden, die Kantone Basel-Stadt und Zürich, und viele Stiftungen, vom Reeder Niarchos bis zum Bankier Vontobel, zeigten sich generös. In Andris Büro stapeln sich Ordner, die Dutzende von Bettelbriefen enthalten. «Am Anfang wollte mir der Verwaltungsrat das Betteln verbieten, bis er merkte, dass es ohne diese Briefe nicht geht.»

Abwanderung stoppen Jetzt sind alle zufrieden: Die Münstertaler haben ein modernes Gesundheitszentrum, der Kanton garantiert die medizinische Grundversorgung im Tal, und die Spender haben die Gewissheit, einen Beitrag zum Erhalt eines durch Abwanderung und Überalterung gefährdeten Landstrichs geleistet zu haben. Dies nicht zuletzt, weil der grösste Arbeitgeber im Tal erhalten bleibt. 70 Frauen und Männer finden bei ihm in 42 Vollzeitstellen Lohn und Arbeit. Darunter sind attraktive Stellen wie diejenigen des Chef- und Oberarztes.

Zu späte Honorarabrechnung: Zahnarzt geht leer aus

Juni 12, 2008

Wartet ein Arzt zu lange mit seiner Honorarabrechnung, müssen Patienten unter Umständen nicht zahlen. Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg hervor, über den die «Monatsschrift für Deutsches Recht» berichtet.

Zwar könne der Honoraranspruch eines Arztes grundsätzlich nicht verjähren. Wartet der Mediziner aber zu lange, verliere er aus Gründen der Rechtssicherheit seinen Zahlungsanspruch (Az.: 5 W 2508/07). Das Gericht wies in dem Fall die Zahlungsklage eines Zahnarztes ab. Er hatte erst vier Jahre nach dem Abschluss der Behandlung einem Patienten eine Rechnung zugesandt. Als dieser sich weigerte, wegen angeblicher Behandlungsfehler die Rechnung zu bezahlen, wartete er weitere drei Jahre, bis er dem Patienten einen Mahnbescheid zukommen ließ. Das Gericht ließ offen, ob die Einwände des Patienten begründet waren – aber er müsse das Honorar schon deshalb nicht mehr zahlen, weil der Mediziner sich zu lange Zeit gelassen habe. Nach drei bis vier Jahren müsse ein Patient nicht mehr damit rechnen, noch zur Kasse gebeten zu werden.

Frontzahn-Kompositrestaurationen

Juni 9, 2008

Der gesamte Text von Prof. Dr. Karl-Heinz Kunzelmann findet sich hier

Einleitung

Komposite werden im Frontzahnbereich seit etwa 50 Jahren eingesetzt. Die ersten selbsthärtenden Produkte hatten noch erhebliche Probleme mit Randspalten, die durch ihre hohe Polymerisationsschrumpfung sowie die nicht-adhäsive Verarbeitung bedingt waren. Die bereits von Black erarbeiteten retentiven Kavitätengeometrien wurden auch für die ersten Frontzahnkompositrestaurationen übernommen.

Ein erster Meilenstein für den Siegeszug der Komposite stellte die selektive Anätzung von Schmelz mit Phosphorsäure dar, da der Verbund zur Zahnhartsubstanz dadurch erheblich verbessert werden konnte. Die Phosphorsäure verursacht im Schmelz Mikroretentionen, da die Schmelzkristallite aufgrund unterschiedlicher Mineralisation und Orientierung unterschiedlich rasch aufgelöst werden. Monomere mit niedriger Viskosität, sogenannte Schmelzadhäsive, können in diese Mikroretentionen eindringen und bewirken nach ihrer Polymerisation einen festen mikro-mechanischen Verbund zwischen dem Zahnschmelz und dem oft auch als „Bond“ bezeichneten Schmelzadhäsiv. Durch die Diffusion von Sauerstoffmolekülen reagieren in der obersten Schicht dieser Schmelzadhäsive Radikale, die für die Polymerisation der Schmelzadhäsive benötigt würden, mit den Sauerstoffatomen. Dadurch wird die oberste Schicht nur unvollständig ausgehärtet und es bleibt an der Oberfläche der Schmelzadhäsive eine sog. Sauerstoffinhibitionsschicht zurück. Diese Schicht ermöglicht den Füllungskompositen, eine chemische Verbindung zum Schmelzadhäsiv herzustellen, da beim Aushärten der Komposite Radikale in die Sauerstoffinhibitionsschicht des Schmelzadhäsive diffundieren und auch hier zu einer Polymerisation der verbliebenen Monomere führen.

Die Entwicklung von lichthärtenden Kompositwerkstoffen stellte die nächste essentielle Verbesserung dieser Werkstoffe dar. Die lichthärtenden Komposite haben den Vorteil, dass ihre Polymerisation mit Licht initiiert werden kann, sobald die Adaption und Formgebung abgeschlossen ist. Sie vereinen somit eine – zumindest theoretisch – beliebig lange Verarbeitungszeit mit dem sog. „set-on-command“, d. h. der nahezu sofortigen Polymerisation sobald die Belichtung gestartet wird. Da sie außerdem im Gegensatz zu den chemisch härtenden Systemen nur aus einer Komponente bestehen, sind sie homogener und haben weniger verarbeitungsbedingte Luftblaseneinschlüsse. Aufgrund der auf zwei bis drei Millimeter limitierten sicheren Photopolymerisation kann die Füllung allerdings nur in Schichten appliziert werden, deren Dicke unter diesem Limit liegt. Die lichthärtenden Komposite weisen eine höhere Farbstabilität als die chemisch initiierten Systeme auf.

Die Kompositfüllungswerkstoffe wurden im Laufe der letzten 40 Jahre kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt. Bis Ende der 80er Jahre wurden die Komposite überwiegend im Frontzahnbereich eingesetzt. Bis dahin standen im wesentlichen Mikrofüllerkomposite und Hybridkomposite zur Verfügung. Die Mikrofüllerkomposite zeichneten sich durch eine hervorragende Polierbarkeit aus, während die damals verfügbaren Hybridkomposite, gute mechanische Eigenschaften auswiesen, aber aufgrund der Füllkörpergröße nicht so gut polierbar waren. Sie verloren meist durch Zahnbürst- oder Nahrungsverschleiß relativ rasch den initialen Glanz, da die Matrix zwischen den großen Füllkörpern abgetragen wurde und der Verlust einzelner großer Füllkörper die Oberflächenrauhigkeit stark erhöhte. Die Entwicklung der Feinpartikelhybridkomposite ermöglichte schließlich die Verwendung desselben Materials im Front- und Seitenzahnbereich.

Ende der 80er Jahre rückte die Entwicklung von kompromisslos seitenzahntauglichen Werkstoffen in den Mittelpunkt des Interesses, was durch eine hysterieartige, emotionale Ablehnung von Amalgam gefördert wurde. Betrachtet man die wissenschaftliche Literatur der letzten 10 Jahre, dann fällt auf, dass nur wenige Publikationen zu Frontzahnrestaurationen zu finden sind, woraus man ableiten kann, dass die wesentlichen Probleme gelöst sein dürften. Erst in den letzten Jahren findet man wieder zunehmend Publikationen zu Frontzahnrestaurationen. Diese Publikationen behandeln überwiegend ästhetische Gesichtspunkte, da derzeit Kompositsysteme mit bis zu 30, teilweise sogar mehr, Farbnuancen verfügbar sind. Gleichzeitig wurde die Füllertechnologie dieser Werkstoffe weiter verfeinert. Derzeit können Werkstoffe mit mittleren Partikelgrößen deutlich unter 1 µm („sub-micron-filled“) als Standard betrachtet werden. Mit der Entwicklung der Nanokomposite ist es inzwischen möglich, Materialien zu verarbeiten, deren Polierbarkeit wie die eines Mikrofüllerkomposites ist, die aber darüber hinaus mechanische Eigenschaften aufweisen, die zu klassischen Hybridkompositen vergleichbar sind.

Indikationen moderner Kompositwerkstoffe im Frontzahnbereich

Ein Therapiebedarf mit Kompositwerkstoffen (siehe auch Tab. 1) liegt in der Regel dann vor, wenn ein Verlust an Zahnhartsubstanz gegeben ist, der den Einsatz umfangreicherer Therapieoptionen, z. B. Kronen oder Veneers, nicht rechtfertigt. Dieser Verlust kann durch Karies, Verletzungen (z. B. Frontzahntrauma), chemische Erosion oder Abrasion/Attrition hervorgerufen worden sein. Diese therapeutischen Interventionen dienten primär der Rekonstruktion einer Läsion zum Schutz der Vitalität des Zahnes und der Wiederherstellung der Kaufunktion. Gleichzeitig sollten die Füllungen natürlich auch ästhetischen Gesichtspunkten hinsichtlich Form und Farbe gerecht werden.

Mit den zunehmenden ästhetischen Ansprüchen unserer Patienten kommen weitere Indikationen in Form von elektiven Maßnahmen hinzu, wie z. B. Farb- oder Formkorrekturen von Zähnen, bei denen primär keine Läsion vorliegt und somit der Zahn in seiner Vitalität primär auch nicht gefährdet war. Beispiele für diese Indikationen sind Zahnverbreiterungen, z. B. Diasthemaschluss, Verlängerungen oder Konturänderungen, z. B. bei gering ausgeprägten Fehlstellungen oder Fehlbildungen, wie etwa Zapfenzähnen. Komposite haben gerade bei elektiven Eingriffen den entscheidenden Vorteil, dass man mit keinem oder oft nur minimalem Präparationsaufwand hervorragende Ergebnisse erzielen kann. Diese minimal-invasive Verarbeitung stellt andererseits sicher, dass dem Zahn kein iatrogener Schaden zugefügt wird. Für diesen Vorteil lohnt es sich manchmal sogar geringe Nachteile hinsichtlich des ästhetischen Gesamtergebnisses in Kauf zu nehmen.

Initiativkreises umfassende Kieferorthopädie/IUK: „Ein ideales Konzept trägt Früchte“

Juni 1, 2008

XIII. Jahreskongress des Initiativkreises umfassende Kieferorthopädie/IUK:  „Ein ideales Konzept trägt Früchte“

Was sich unscheinbar mit „Vorkongress“ ankündigte, war für die zahlreichen Teilnehmer am XIII. IUK-Jahreskongress am 17. und 18. April 2008 in Bonn ein fulminantes Highlight – wenn auch kein überraschendes: Prof. Dr. Vincent Kokich/USA, kein Unbekannter in der Kieferorthopädie, vermittelte nachdrücklich die enorme Bedeutung der Kieferorthopädie für die Erwachsenenbehandlung. Hier geht es ihm eher weniger um „gerade Zähne“, sondern vor allem um das Thema Funktion. Die Kieferorthopädie spiele eine bedeutende Rolle in der interdisziplinären Lösung komplexer Fälle – mit einem biologischen Bonus: „Kieferorthopädie ist der beste Weg, um bei einem Defekt neuen Knochen zu schaffen!“ Dass die Zusammenarbeit mit Zahnärzten manchmal viel Aufklärung im Vorfeld bedeutet, ist offenbar nicht nur ein hierzulande bekanntes Phänomen. Prof. Kokich: „Manchmal haben Zahnärzte Erwartungen an uns, die uns zeigen, dass sie von den Kieferfunktionen doch nicht soo viel verstehen….“

„Asymmetrien“: Bisher vernachlässigtes Thema als Kongress-Schwerpunkt

Ein hochrangiges Referententeam führte an den zwei Tagen durch ein kieferorthopädisches Thema, das bisher offenkundig nicht im Zentrum der Wissenschaft gestanden hatte: die Asymmetrien. Dass hier mehr Aufmerksamkeit notwendig ist, machte schon Prof. Dr. Rainer Schwestka-Polly (Poliklinik für Kieferorthopädie/MHH) als wissenschaftlicher Leiter und Moderator der Tagung deutlich. Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke gab dem sehr gut besetzten Auditorium (höchste Teilnehmerzahl seit der IUK-Gründung) einen Überblick über verschiedene Ursachen von Asymmetrien und abgestimmte Therapieschritte und bedauerte, „dass es immer noch Kieferorthopäden gibt, die nur Zähne verschieben und auf das Kiefergelenk nicht achten.“ Das Kiefergelenk wurde wiederholt als „forgotten point“, als vergessener Bereich bezeichnet, der über die Mundgesundheit hinaus eine enorme Relevanz zeige. Prof. Dr. Ingrid Rudzki wies im Rahmen der Rolf-Fränkel-Vorlesung darauf hin, dass es zum Thema nur wenige Untersuchungen gebe und sich hier für junge Kollegen ein spannendes, weil offenbar entwicklungsfähiges Aufgabengebiet zeige. Das Fortbildungsprogramm der IUK-Tagung lieferte letztlich ein beeindruckendes Gesamtbild aus den vielschichtigen Facetten des Themas Asymmetrien von der Ätiologie über die Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge.

Mitgliederversammlung: „IUK weitsichtige Entscheidung“

Wie weitsichtig die Gründung des IUK war, zeige sich besonders in der gegenwärtigen Situation – dies erklärte Dr. Gundi Mindermann, 1. Vorsitzendedes IUK, bei der ebenfalls sehr gut besuchten Mitgliederversammlung am 18. April 2008 in Bonn: Die im IUK gelebte enge Verbindung von Wissenschaft und Praxis im German Board sei eine der wesentlichen Brücken zu den GOZ-Verhandlungen mit dem BMG gewesen.Der IUK sei die ideale Verbindung von Praxis und Wissenschaft und demonstriere das hohe Qualitätsniveau kieferorthopädischer Behandlung

en in Deutschland eindrucksvoll nach außen. Das German Board sei auch unter internationalen Gesichtspunkten ein wesentliches Pfund in den Gesprächen u.a. mit dem Bundesgesundheitsministerium sowie möglichen Vertragspartnern. Dr. Mindermann: „Das aus der Praxis und der Hochschule heraus getragenene und gemeinsam demonstrierte Qualitätsniveau ist die Grundlage für eine fachlich fundierte, betriebswirtschaftlich notwendige Argumentation. Denn eines ist auch im internationalen Vergleich deutlich: Qualität kann es nicht zum Dumpingpreis geben.“

Die Kieferorthopäden hätten in den Praxen ein hohes Behandlungsniveau, dass jederzeit internationalen  Ansprüchen genüge, sagte Dr. Mindermann. Die Gründung des IUK sei seinerzeit eine weit vorausschauende und sinnvolle Maßnahme gewesen, auch wenn es damals viel Kritik gegeben habe. Die Anerkennung des German Board und die Außendarstellung habe sich gerade in letzten Jahren stark gewandelt. Internationale Anerkennung erfahre das Board unter anderem in der World Federation of Orthodontics. „Diese Investition in die Zukunft des Berufsstandes muss weitergeführt und auf eine breite Basis gestellt werden.“